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Das "Warum" und "Wie" der OEE-Erfassung

Manuelle Erfassung – sinnvoll als Einstieg

Die manuelle OEE-Erfassung funktioniert grundsätzlich gut und ist als Einstieg sogar empfehlenswert: Sie zwingt alle Beteiligten, sich aktiv mit der Anlage auseinanderzusetzen, und macht sichtbar, ob das auch tatsächlich passiert.

Allerdings bringt sie typische Schwächen mit sich: Abweichungen bei der Zuordnung (z.B. wie lange ein Stillstand wirklich dauerte), Vertrauensverlust in die Aufzeichnungen und bei händischen Excel-Eingaben zusätzlich Datenprobleme und eine aufwändige Auswertung.

Automatisierte Erfassung – empfohlen ab mehreren Anlagen

Wer die OEE an mehreren Anlagen erheben möchte, sollte auf automatisierte Systeme setzen, die Signale direkt von der Anlage abgreifen. Das ermöglicht verlässliche Daten und die Reaktion in Echtzeit über eine Operator-Schnittstelle.

Mitarbeiter einbinden – nicht nur reporten

Ein häufiger Fehler: Die OEE wird erfasst, ein Reporting-Tool spuckt Zahlen aus – aber die Ergebnisse werden nie an die Maschinenbediener zurückgespiegelt. Das bringt nichts.

Das Ziel ist eine echte Einbindung: Mitarbeiter sollen das Domainwissen einbringen und gemeinsam diskutieren, was passiert ist. Dafür müssen sie selbst sehen, wie ihre Anlage läuft – und ein Gespür dafür entwickeln, ob das Herunterregeln der Geschwindigkeit wirklich hilft oder nicht.

Gleichzeitig gilt: Mitarbeiter sollen die Daten nicht manipulieren können. Die Kombination aus Transparenz und Manipulationsschutz schafft eine gemeinsame Wahrheit – eine Datenbasis, über die nicht mehr gestritten wird. Statt „die Reinigungsmaschine läuft normalerweise besser" steht fest: Die OEE liegt bei 48 %, und das ist unzweifelhaft.

Was sich erfassen lässt

Typische Kennzahlen in so einem System: Stückzahlen, Stillstandszeiten, Anzahl Microstops, OEE nach Schichten – sowie der Anlagenverlauf in Minutenauflösung.