Zum Inhalt springen
Zur Navigation springen
Zum Footer springen
Alle Videos

Video

LATC2019: Prof. Dr. Markus Focke pitcht oee.cloud

LATC 2019

Hallo, ich wollte euch vorstellen, was es zur minimalinvasiven OEE-Messung heute Neuigkeiten gibt – und ich fange mit einer harten Nachricht für euch an:

Ab heute gibt es keinen Grund mehr, an der OEE nicht zu arbeiten. Also jeder, der heute hier rausgeht und eine Anlage irgendwo stehen hat, hat jetzt keine Ausrede mehr, warum er die OEE seiner Anlage entweder nicht kennt oder hinterher die OEE nicht steigert. Vergesst's – Ausreden gilt ab heute nicht mehr.

Mein Name ist Markus Focke. Ich bin einer von drei Gründern von OEE.cloud. Wir sind ein kleines Aachener Startup und sind seit ungefähr 3,5 Jahren aktiv und seit 2,5 Jahren ordentlich am Markt – das erste Jahr nehmen wir dabei raus.

Was ist die OEE?

Ich erspare euch die Wissensabfrage. Die OEE ist die wahre Anlagenverfügbarkeit – die Overall Equipment Effectiveness. Das heißt: Wie viel Prozent der Zeit steht meine Anlage wirklich zur Produktion zur Verfügung?

Dabei werden drei Faktoren ermittelt:

  1. Verfügbarkeit – Läuft die Anlage oder steht sie? Ob geplant oder ungeplant: Wenn sie steht, produziert sie nicht.
  2. Leistung – Läuft die Anlage mit der richtigen Geschwindigkeit? Produziert sie so viele Stücke, wie sie soll?
  3. Qualität – Selbst wenn die Anlage läuft und schnell genug ist, kann sie noch Ausschuss produzieren.

Aus diesen drei Faktoren ergibt sich die Overall Equipment Effectiveness – und damit weiß man genau, wie man die Anlage optimieren kann.

Wo stehen Anlagen heute?

Ich habe einige Beispiele aus der Praxis mitgebracht:

  • Food-Bereich (z. B. Tiernahrung, Fruchtzwerge, Milchpackungen): Lange Linien aus 4–6 Aggregaten – Gesamt-OEE bei 62 %, also 38 % Verlust.
  • Montageautomaten (technisch komplexer, aufwendiger zu rüsten): OEE bei 54 %46 % der Zeit produziert die Anlage nicht.
  • Fertigungsinseln / Bearbeitungszentren (lange Rüstzeiten, Qualitätsprobleme): OEE bei nur 48 %52 % Verlust.

Das bedeutet: Bei Dreischichtbetrieb tut die Anlage anderthalb Schichten lang nichts.

Das Problem mit klassischen Ansätzen

Viele Unternehmer greifen zu Excel-Sheets oder Papierlösungen. Das Problem: Es ist extrem aufwendig, schlecht aggregierbar und letztendlich nicht präzise genug.

Genau hier setzen wir an: Es muss eine einfache, schnelle Möglichkeit geben, die OEE zu ermitteln, anzuzeigen und auszuwerten – damit man daran arbeiten kann.

Unsere Lösung

Wir machen die gesamte Strecke. Ein Sensor erfasst die Teile an der Anlage. Das Signal geht an unseren selbst entwickelten Kleincomputer, der die Signale aufnimmt, aufbereitet und über GSM, WLAN oder Ethernet weiterleitet.

Das Gerät ist vollgekapselt – auch für Heavy-Use-Einsätze geeignet, z. B. im Schlachthof, mit Dampfstrahler abwaschbar.

Installation in 20 Minuten. Einzige Voraussetzungen: Strom und die richtige Position. Danach startet die Datenerfassung sofort.

Was kommt dabei raus?

  • Stückzahlen in Echtzeit
  • Störungserkennung und Geschwindigkeitsüberwachung
  • OEE-Darstellung aufgeteilt in Verfügbarkeit, Leistung und Qualität
  • Erkennung von Produktwechseln mit unterschiedlichen Vorgabezeiten

Von der Messung zur Verbesserung

Die OEE zu kennen reicht nicht – man muss auch wissen, warum die Anlage schlecht läuft.

Sobald eine Anlage steht oder langsam läuft, kann der Bediener über ein vorkonfiguriertes Störgrundkatalog-System eingeben, was der Grund ist – z. B. Werkzeugbruch, fehlendes Material etc.

Daraus lassen sich:

  • Pareto-Analysen der Top-5/Top-10-Verlustgründe erstellen
  • Mean Time Between Failure (MTBF) – wie oft tritt das Problem auf?
  • Mean Time to Repair (MTTR) – wie lange dauert die Behebung?

Wichtige Erkenntnis für Smart-Maintenance-Enthusiasten:

Die größten OEE-Verluste sind organisatorischer Natur – immer.

Überziehen von Pausen, kein Material, keine Mitarbeiter, Rüstzeiten. Es ist selten, dass die Verfügbarkeit wegen mangelnder Wartung leidet. Der große Hebel ist: Kriegt eure Leute richtig an die Anlage.

Microstops – ein unterschätztes Problem

Laut der BCG-Studie „Kill the Stop" sind Microstops (unter 5 Minuten) ein zentrales Problem vieler Anlagen. Die Lösung laut BCG: Echtzeitdatentransparenz und kurz getaktete tägliche Meetings – beides ist heute verfügbar.

Unser Angebot

  • Echtzeit-OEE inkl. Stückzahlen und Anlagenzustand
  • Minimal-invasiv – kein Eingriff in Anlagendaten, kein IT-Projekt
  • Sofort einsatzbereit – vom Shopfloor bis zum Meetingraum in Minuten
  • OEE-as-a-Service – reines Mietmodell, keine Investition, alles inklusive
  • KI-Integration in Entwicklung – u. a. automatische Erkennung von Pausen vs. Rüstzeiten

Wir arbeiten mit kleinen und mittleren Unternehmen zusammen – besonders solche mit altem und gemischtem Maschinenpark profitieren von unserem Ansatz.

Kommt an unseren Stand – wir sind die mit dem Affen. Wir freuen uns auf euren Besuch!